ACUDESBAL fordert bessere Lebensbedingungen

25. Mai 2012

Die Vereinigten Gemeinden des Bajo Lempa führten in San Salvador eine Demonstration durch, in der sie fordern, dass für die tausenden Familien am Bajo Lempa die Gefährdung von Überschwemmungen durch entsprechende Baumaßnahmen zu verringern sind. Jedes Jahr sind die Menschen davon bedroht, dass sie alles was sie haben, durch Überschwemmungen vernichtet wird (wie letztmalig im Oktober 2011). Entsprechend Infrastrukturmaßnahmen (Deiche, Abwässerkanäle, gut befestigte Straßen, den Verlauf des Río Lempa regulieren) könnten die Lebenssituation erheblich verbessern. Einen entsprechenden Forderungskatalog gaben sie bei der entsprechenden Stelle des Parlaments ab.

Nachfolgend einige Fotos von der Demonstration:

Behandlung von Eder erfolgreich

23. Mai 2012

Eder mit seinem Sohn

Eder ist in den letzten Tagen in Guatemala untersucht worden, um festzustellen, ob die Übertragung der Stammzellen zur Bekämpfung der Leukämie erfolgreich war. Padre Ángel schreibt hierzu folgendes:

Ich übermittel euch die gute Nachricht, das pure Evangelium, dass Eder von der Leukämie – dem Blutkrebs – geheilt wurde.

Gestern (22.05.12) wurden die übertragenen Stammzellen im Krankenhaus in Guatemala untersucht, die aus einer Nabelschnur entnommen worden waren. Lediglich wurden geringe Krebszellen, unter 5 %, gefunden, die jedoch vom eigenen Organismus auf natürliche Weise verarbeitet/zerstört werden.

Wie berichtet, wurde bei Eder vor zwei Monaten im Hospital in El Salvador festgestellt, dass er unheilbar erkrankt ist und dass ihm nur noch drei Monate zum Leben bleiben würden, wenn keine Stammzellenübertragung erfolgen würde.

Es war an erster Stelle eine sehr beeindruckende Anstrengung von ihm und seiner Familie und ebenso von den vielen, die diese Anstrengungen unterstützt haben, viele solidarische Menschen hier und dort, denn die Behandlung hat viele tausende Dollar gekostet. Allein die Gemeinde Nueva Esperanza hat einen Betrag von 1.112 USD durch Spenden und Einnahmen bei Solidaritätsveranstaltungen zusammen gebracht, was für Menschen aus den ländlichen Gemeinden sehr viel Geld ist. Weitere Unterstützung kam auch von Freunden und Bekannten.

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Von Gloria Núñez erhielten wir am 24.05.12 nachfolgenden Brief zum Gesundheitszustand von Eder:

VIELEN DANK EUCH ALLEN, Freund und Freundinnen, ArbeitskollegInnen, Familienangehörige, Geschwister nah und fern, die die Behandlung von Eder ermöglicht haben. Das Ergebnis des “Medulograma” ist sehr gut, die Krebszellen im Knochenmark liegen unter 5 %, was bedeutet, dass lediglich noch eine geringe Resterkrankung besteht, wodurch es notwendig ist, dass Eder weiterhin über ein Jahr oder etwas mehr ein Krebszellen zerstörendes Medikament einnehmen muss und gleichzeitig muss mit der Chemotherapie fortgefahren werden oder es ist eine Minitransplantation notwendig, um eine größere sicherheit zu erhalten, denn es besteht die Möglichkeit, dass die Krankheit in den nächsten 15 Jahren wieder auftritt. Alles ist ein Wunder, dass es möglich war, bis zu diesem Heilungserfolg zu kommen, “EIN WUNDER DER SOLIDARITÄT UND DIE ZÄHHEIT VON EDER”.

Einen brüderlichen Gruß, Gloria N.

Bedrohungen und Lügen

23. Mai 2012

Padre Ángel wurde in den vergangenen Wochen aus anonymen Quellen bedroht und es wurden Lügen über ihn verbreitet. Ein Effekt, der leider öfter eintritt, wenn jemand sehr aktiv ist und in sozialen Bereichen (hier insbes. Schulbildung) eine Entwicklung ermöglicht. In diesen Fällen gibt es immer wieder Menschen, die nur für sich Ansprüche stellen und dies als gerecht ansehen, wenn SIE von sozialen Projekten “profitieren”, aber dann nicht, wenn anderen Menschen geholfen wird.

Ángel Arnaiz hatte dies öffentlich gemacht und darauf entstand eine große Solidarisierung durch die Menschen am Bajo Lempa mit ihm, aber auch von solidarischen Menschen aus verschiedenen Ländern (z.B. Spanien, Deutschland, USA, Kanada). Es war sehr wichtig, dass Ángel mit diesen Informationen in die Öffentlichkeit gegangen ist, denn solche Bedrohungen darf man in diesem Ambiente nicht auf die “leichte Schulter” nehmen.

Als eine der letzten Solidaritätsaktionen zur Unterstützung von Padre Ángel hat die Gruppe Tlaloc ein Musikstück in Nueva Esperanza geschrieben, vertont und veröffentlicht, in dem die Leistung von Padre Ángel gewürdigt werden.

Solidaritätsplakat zur Unterstützung von Padre Ángel

Produktmesse in Bildern

25. April 2012

Am 18. April 2012 haben wir auf die Produktmesse, zu der die Vereinigten Gemeinden des Bajo Lempa zum 22. April eingeladen hatten, hingewiesen. Inzwischen wurden in Facebook auch Fotos von dieser Veranstaltung veröffentlicht, die wir hier (teilweise) widergeben.

Motto der Produktmesse: Die Bauernfamilien sind gefestigt im Glauben und in der Hoffnung, weil die Bauern mit ihrer Arbeit den unfruchtbaren Boden fruchtbar machen und Frieden verbreiten und nur dies macht sie frei und unabhängig.

Eder bedankt sich

21. April 2012

Nach der erfolgten Stammzellenübertragung zur Heilung seiner lebensbedrohlichen Leukämie-Erkrankung bedankt sich Eder auf seiner Facebook-Seite bei all denjenigen Menschen, die diese Behandlung ermöglicht und die ihm in diesen schwierigen Momenten beigestanden haben. Wohlwissend, dass mit dieser Transplantation seine Heilung noch nicht gesichert ist, aber es ist ein Meilenstein in seiner Hoffnung überleben zu können. Eder hat heute Geburtstag, er hat heute sein 26. Lebensjahr vollendet. Wir werden ihm heute noch telefonisch zum Geburtstag gratulieren (er wird noch bis zum heutigen Nachmittag – Ortszeit – im Hospital in Guatemala zur Beobachtung sein. Nachfolgend die Dankesworte von Eder, die er am gestrigen Freitag (20.04.12) verfasst hat:

Eder mit seinem Sohn Eder

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La Niña-Effekt beeinträchtigt Landwirtschaft

20. April 2012

Padre Ángel Arnaiz teilt zu den Auswirkungen der Klimaverändung auf die Zone des Bajo Lempa am heutigen 20.12.2012 folgendes mit:

Wir befinden uns bereits in der Regenzeit. Der tropische Winter hat mindestens 1 1/2 Monate früher eingesetzt. Es handelt sich dabei um das klimatische Phänomen “La Niña” im Pazifischen Ozean, das jetzt der Grund für die heftigen Regenfälle (Gewitter) ist, von denen wir seit einigen Wochen betroffen sind. Das Phänomen “La Niña” ist das Gegenstück zum klimatischen Phänomen “El Niño” welches in der Weihnachtszeit zu spüren ist. Der La Niña-Effekt entsteht durch ausgiebige kalte Winde im Pazifik in Höhe des Äquators, den Ländern Ecuador und Peru, die im Norden, in tropischen Gebieten wie Mittelamerika, zu Regenfällen aufgrund der dort sehr warmen Wasseroberfläche des Meeres verwandeln.

Die Konsequenzen sind z.B., dass die gute Maisernte, die man in Nueva Esperanza hat, dann Schaden leidet, wenn die Maiskörner getrocknet werden sollen. Dies geschieht in der Weise, dass der Mais auf dem (Beton-)Spielfeld zum Trocknen ausgebreitet. Aufgrund der Regenfälle muss der Mais abgedeckt werden. Wenn da nicht genau aufgepasst wird, wird der Mais feucht und verdirbt. Eine andere Konsequenz ist, dass wir uns über mögliche Überschwemmungen Sorgen, wenn die ausgiebigen Regenfälle im Oktober kommen. Eine weitere Sache ist, dass man bisher nicht die Hauptverbindungsstraße des Bajo Lempa nach den erlangten Schäden im Zusammenhang mit der Überschwemmung im vergangenen Jahr repariert hat. Bei einer erneuten Überschwemmung würde sie weiter beschädigt werden und es stellt sich die Frage, wie man dann in die einzelnen Ansiedlungen und Gemeinden kommt. Wie werden die Menschen die lange Regenzeit von April bis November überstehen können, die in behelfsmäßigen Unterkünften aus Plastikbahnen oder Aluminiumplatten mit nacktem Erdboden?

 

Lokale Produktmesse

18. April 2012

ACUDESBAL – Vereinigte Gemeinden des Bajo Lempa – hat für kommenden Sonntag (22. April 2012)  zu einer Messe zwecks Präsentierung lokaler Produkte nach Amando López eingeladen. Dies ist eine gute Reflektion der eigenen landwirtschaftlichen Kräfte und Möglichkeiten, sowie des lokalen Vertriebes.

Eder kurz vor Stammzellenübertragung

16. April 2012

In unserem Artikel vom 13.03.12 hatten wir um Spenden für die Behandlung von Eder gebeten, damit er von der lebensbedrohlichen Entwicklung der Leukämie-Erkrankung geheilt werden kann. Zur aktuellen gesundheitlichen Situation und des Standes der ärztlichen Behandlung nachfolgend die Veröffentlichung der Information von Padre Ángel vom 15.04.12 in Facebook:

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die Abhängigkeit der Zuckerrohrproduzenten

10. April 2012

In dem Artikel vom 05.04.12 berichteten wir, als Übersetzung der Information von Padre Ángel, über die Zuckerrohrernte am Bajo Lempa. Ángel Arnaiz hat diesem Bericht noch eine Information hinzugefügt, die deutlich macht, wie sehr die Zuckerrohrproduzenten abhängig sind von einer nicht transparenten Preisgestaltung der großen Zuckerrohrmühlen, deren Betreiber zu den reichsten Familien von El Salvador gehören. Nachfolgend die Schilderungen von Padre Ángel:

Zuckerrohr-Transport

Viele Menschen des Bajo Lempa konnten durch ihre (harte) Arbeit bei der Zuckerrohrernte ein kleines Einkommen erlangen. Auch wenn diese Arbeit nur auf einen relativ kurzen Zeitraum begrenzt ist. Der Preis den die Zuckerrohrmühle pro angelieferter Tonne zahlen, bestimmen Eigentümer der Mühle. Dieser ist vom Zuckergehalt des Rohrs abhängig, aber die Analyse der Zuckerkonzentration erfolgt in den Laboren jener Zuckerrohrmühlen (natürlich durch die eigenen Angestellten der Mühle). Die dort ermittelten Werte können von den Zuckerrohrproduzenten nicht überprüft werden, ob der Wert so stimmt oder tatsächlich höher ist. Wird behauptet, dass der Zuckergehalt nicht so gut ist, erhalten sie einen niedrigeren Betrag pro Tonne Zuckerrohr, welcher mit den großen Transportfahrzeugen angeliefert wird. Und noch mehr, die riesigen Laster gehören der Zuckerfabrik und diese stellen den Bauern die Transportkosten in Rechnung. Die Höhe der Transportkosten legt die Fabrik fest, da gibt es nichts zu verhandeln, denn sie haben das Monopol.

Die Zuckerfabrik Izalco gehört der Familie Dueñas Regalado, die dreiviertel der Zuckerrohrverarbeitung in El Salvador kontrolliert. Sie gehört zu den 14 bekanntesten Familien, denen der größte Teil der Landflächen von El Salvador, seit dem Ende der Kolonialzeit im Jahre 1821, gehört.

Aktivitäten in der Kindertagesstätte

5. April 2012

Ende Januar hatte die Kindertagesstätte in Nueva Esperanza ihren Betrieb nach den (langen) Weihnachtsferien wieder aufgenommen. Von einigen Aktivitäten dieser Einrichtung berichteten wir bereits. Inzwischen haben wir von der Leiterin der Tagesstätte, Reyna, weitere Fotos und Informationen erhalten. Am 28.02.12 hatte das Personal die Eltern der Kinder zu einer Versammlung eingeladen. Am 27.03.12 fand eine Fortbildungsveranstaltung mit den Eltern (Elternschule) unter dem Thema “Auch ich bin eine Person” statt. Und am 30.03.12 wurden die anwesenden Kinder auf ihren Gesundheitsstand untersucht. Ein erneute Untersuchung erfolgt an einem anderen Tag für die Kinder, die am 30.03. nicht anwesend waren.

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