Posts Tagged ‘Schulen’

Rundbrief Padre Angel vom 23.10.2017

31. Oktober 2017

Nachfolgend die Übersetzung des Rundbriefes von Padre Ángel aus Nueva Esperanza vom 23. Oktober 2017.

Nueva Esperanza, El Salvador, 23. Oktober 2017

Liebe Freundinnen und Freunde,
ich wollte euch hiermit einen Brief über den Schultransport an unserem Bajo Lempa von Usulután vor dem Ende des Schuljahres übersenden, welches in der 2. Monatshälfte des November endet. Dies fällt mit dem Besuch des Bildungsministers und einer Gruppe seiner Mitarbeiter zusammen, der stattfindet, um zu versuchen, einige offene Fragen im Bildungsbereich der Zone zu lösen. Daher schicke ich euch einen Brief mit einem erweiterten Inhalt, der auch dazu dient, dass ihr einiges darüber von hier erfahrt. Danke für euer Interesse.

Versammlung mit dem Bildungsminister und seinem Equipo. Ansprache des Ministers.

Zu dieser Veranstaltung kamen Mitglieder von Gemeindeleitungen und den Frauenorganisationen, der Jugendlichen, den Eltern, LehrerInnen und DirektorInnen von den Schulen der 29 Gemeinden, die mit ACUDESBAL verbunden sind, einer unabhängigen Organisation, die vor einigen Jahren gegründet wurde, die die Gemeinden repräsentiert und in der als Fachleute und Führungskräfte verschiedene frühere Stipendiaten tätig sind, die das Ergebnis der Stipendienprojekte aus den früheren Jahren sind und die einen Studienabschluss erlangt haben.

ACUDESBAL wurde bereits aktiv bevor der Verfall im Bildungsbereich im aktuellen Jahr sichtbar wurde. Die Probleme für das Schuljahr von Januar bis November im Jahr 2018 bestehen in allen Bereichen, von den Kindertagesstätten angefangen bis zum Gymnasium, so auch einige Volksschulen. Da es keine regionale Lösung gab, wandte sich ACUDESBAL an die Zentralregierung, den zuständigen Minister, mit Unterstützung durch einen Parlamentarier, der sich bei uns ebenfalls im Stipendienprojekt befand. So konnte eine Zustimmung zu einer Versammlung mit den Verantwortlichen der Gemeinden und dem Bildungssystem der Zone des Bajo Lempa erreicht werden.

In der Ansprache des Ministers hat dieser mehrfach die großartige gemeindliche Organisation hervorgehoben, die er vorgefunden hat und er sagte, dass dies notwendig ist, um die Bildung in allen Bereichen zu verbessern.

Nachfolgend eine Zusammenfassung der wichtigsten erlangten Erkenntnisse:

a) Kindererziehung

  • Dank der internationalen Solidarität werden in der Zone 7 Kindertagesstätten unterhalten. Für das Jahr 2018 gibt es einen Konflikt zwischen den zwei Institutionen der Regierung die hier involviert sind, da eine Institution angekündigt hat, dass es ab Januar Änderung hinsichtlich des Alters der Kinder geben wird, die aufgenommen und entlassen werden und es keine Anpassung für die neue Aufnahme der Kinder im Alter von einem Jahr gibt, ebenso nicht in der Schule, um Kinder im Alter von 4 Jahren aufzunehmen. Der Minister war über diese Aussage sehr überrascht, weil seitens des Ministeriums eine solche Regelung nicht festgelegt wurde und er bat um das Schriftstück, das von dem salvadorianischen Institut für Kinder und Heranwachsende (ISNA) herausgegeben wurde.

 

b) Volksschule

  • Das gravierendste Problem, das man vorgetragen hat, ist, dass LehrerInnen in Schulzentren der Städte versetzt wurden und gleichzeitig auch die Lehrerstellen übergegangen sind, wodurch sich die Anzahl der LehrerInnen in verschiedenen Schulzentren verringert hat. Es wurde gefordert, dass die Lehrerstellen in den Schulen der Zone verbleiben und diese an das Personal gebunden bleiben, die hier am Bajo Lempa wohnen, um somit den Stellenschlüssel zu erhalten.
  • Ein Mitglied der Behörde, die die Zahl der Lehrerstellen entsprechend der existierenden Normen festlegt, wies auf die bestehende Schwierigkeiten für sie hin. Man hat in einer Versammlung als Übergangsreglung ein Angebot von 903 Stellen seitens des Ministeriums beschlossen und es gibt fast 70.000 Bewerbungen für diese Stellen.

Wortbeiträge des des Behördenleiters für das Lehrerpersonal über die Planstellen und der Direktorin für das Bildungsprogramm für Jugendliche und Erwachsene.

  • Ein anderes nationales Problem, wie auch für die Zone, ist, dass die Zahl der SchülerInnen in den vergangenen Jahren aufgrund der Bedrohungen durch die Jugendbanden zurück gegangen ist, und somit in einigen Klassen wenige SchülerInnen verblieben sind . Man hofft, dass sich die SchülerInnen-Zahl im Jahr 2018 wieder erhöhen wird.
  • Man sprach über die vorhandenen zwei Gemeinden am Unterlauf des Río Lempa, Los Lotes und Las Brisas, die über keine eigene Schule verfügen. Einige Kinder nutzen den Schultransport in die Gemeinde Octavio Ortiz La Canoa, aber es gibt darüber hinaus Kinder, die nicht eingeschult sind. Außerdem besteht nicht die Sicherheit, dass dieser Schultransport in den kommenden Jahren weiter durchgeführt werden kann, da es möglicherweise an einer internationalen Finanzierung fehlen wird.

 

c) Instituto Nacional Nueva Esperanza del Bajo Lempa

  • Die lokalen Verantwortlichen hatten den Bau des Institutes erreicht, um der Jugend am Bajo Lempa die Möglichkeit für diese Schulbildung zu geben. Aber aktuell befindet sich diese Schule aus verschiedenen Gründen auf einem niedrigen Niveau.
  • Ein Hauptproblem ist, dass drei LehrerInnen ihre Arbeit nicht wahrnehmen, deren Namen genannt wurden und aufgefordert wurden, ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen. Gleichzeitig bot man ihnen an, dass sie durch vorhandenes Lehrpersonal der Zone ersetzt werden können, die bereit sind den Unterricht zugunsten der SchülerInnen und Gemeinden aufzunehmen.
    Diese Situation besteht aufgrund der Schwäche der Direktorin des Instituts und der fehlenden Zusammenarbeit mit der Direktorin des Bildungsbereiches auf der Ebene der Provinz Usulután, die anwesend war.

 

d) kostenloser Schultransport

  • wurde erwähnt und entsprechend gewürdigt, als eine wesentliche Stütze für die Bildung während der ganzen vergangenen Jahre. Deshalb forderte man auch die Verbesserung der Bildungsqualität in der Zone, die in den vergangenen Jahren nachgelassen hat. Auch hat sich die gute Zusammenarbeit, die in den vergangenen Jahren bestanden hat, verschlechtert und dies betrifft auch in anderer Hinsicht die internationale Solidarität.

 

Bis hier, die quasi Chronik des durchgeführten Treffens am 10. Oktober, die deutlich das Ambiente unserer Bildung wiedergibt und der organisierten Teilnahme aller beteiligten Sektoren, was ein Verdienst ist und ein Erfolg, der zu bewahren ist.

Wortbeitrag von Maricela, der Koordinatorin der Kindertagesstätten

und von Nelson, dem Präsidenten von ACUDESBAL und Unterstützer dieses Treffens.

Padre Angel spricht über die internationale Unterstützung der Bildung in der Zone des Bajo Lempa seit der Ansiedlung vor 26 Jahren

Vielen Dank an euch alle, solidarische Brüder und Schwestern, ohne die wir nicht dahin gekommen wären wo wir uns heute befinden.
Euer Bruder und Freund Angel AQ

Werbeanzeigen

%d Bloggern gefällt das: